Rechtzeitig Planen und sich vor gefälschten Medikamenten schützen
Medikamente am besten noch vor dem Start in den Urlaub kaufen
Die Vorfreude auf den Jahresurlaub in einem nahen oder fernen Land ist immer groß – man hat darauf hingearbeitet, hat dafür gespart und möchte am liebsten gleich los. Doch halt! Bevor es in den Urlaub geht, gilt es noch ein paar wichtige Vorbereitungen zu treffen: Ist der Ausweis oder Reisepass noch gültig? Werden für das Reiseziel bestimmte Impfungen empfohlen und enthält die Reiseapotheke alle nötigen Medikamente?
Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, sollten daran denken, mit ihrem Arzt die nötige Medikation für den Urlaub vorab zu klären. In Deutschland können Arzt und Patient aus drei Therapiekonzepten die Option auswählen, die den persönlichen Ansprüchen des Betroffenen an das Liebesleben gerecht wird. „Das ausgestellte Rezept sollten Männer dann unbedingt noch in Deutschland in einer örtlichen oder in einer seriösen Internet-Apotheke einlösen“, empfiehlt Apotheker Stefan Frank aus Langenselbold. Bestellt ein Patient verschreibungspflichtige Medikamente wie PDE 5-Hemmer im Internet, muss die Online-Apotheke immer die Vorlage des Rezeptes fordern. Bei welchem Versandhandel Verbraucher ihre Medikamente mit ruhigem Gewissen bestellen können, erfahren sie im Versandapothekenregister des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Vermeintliche Schnäppchen können Gesundheit gefährden
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Apotheker Stefan Frank rät jedem davon ab, Medikamente im Urlaubsland, erst recht außerhalb einer Apotheke zu kaufen. |
„Ich rate jedoch jedem davon ab, Medikamente im Urlaubsland – erst recht außerhalb einer Apotheke – zu kaufen“, so Frank, „Die Gefahr, auf gefälschte Arzneimittel reinzufallen, ist besonders auf Wochenmärkten oder bei fliegenden Händlern groß.“
Besonders häufig haben es die Kriminellen zum Beispiel auf das Nachahmen von Medikamenten gegen Erektionsstörungen, wie PDE 5-Hemmer, abgesehen. Wer eine solche Fälschung einnimmt, setzt seine Gesundheit oder sogar sein Leben aufs Spiel.
Untersuchungen zeigen, dass die gefälschten PDE 5-Hemmer keine oder bis zum Doppelten der zugelassenen Dosis enthalten oder auch mit gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Industrielacken und Druckerfarben versetzt sein können.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Handel mit Arzneimittelfälschungen ein weltweites Problem, wobei Entwicklungsländer stärker betroffen sind. Doch auch die Menge gefälschter Medikamente, die nach Deutschland gelangt, steigt stetig: Fünf Millionen Tabletten stellte das Zollkriminalamt Köln 2010 sicher – zehnmal mehr als im Jahr 2005. Um Verbraucher vor den Gefahren durch Fälschungen zu schützen, versehen Hersteller ihre Originalpräparate mit verschiedenen Sicherheitsmerkmalen, beispielsweise einem Hologramm auf der Verpackung.
Wer bei Erektionsstörungen also noch vor der Abreise die Medikamente in einer Apotheke einkauft, kann dank wirksamer und verträglicher Originalpräparate sein Liebesleben auch im Urlaub entspannt genießen.




