Arzneimittelfälschungen – auch in Deutschland ein Thema
Gefälschte Arzneimittel sind ein zunehmendes Problem
Hygienisch einwandfreie Produktionsanlagen, gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter, genauestens festgelegte und standardisierte Abläufe und Qualitätsprüfungen – diese und weitere Merkmale treffen auf die legale Herstellung von Medikamenten zu. Gefälschte Arzneimittel weisen in der Regel kein einziges dieser Merkmale auf – dennoch nimmt die Verbreitung gefährlicher Medikamentenfälschungen auch hierzulande zu.
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Nur die hohen Qualitätsstandards zugelassener Pharma- Unternehmen garantieren sichere Arzneimittel. |
Wer also denkt, gefälschte Medikamente gäbe es nur in Schwellen- oder Entwicklungsländern, der irrt sich. Jedes Jahr stoßen Zollbeamte in Deutschland in mehreren tausend Fällen auf Lieferungen mit gefälschten Arzneimitteln. Vor allem sogenannte Potenzmittel, also Präparate gegen Erektionsstörungen, finden einen breiten Absatzmarkt und geben damit skrupellosen Kriminellen Anlass, diese zu fälschen. Aber auch cholesterin- und blutdrucksenkende Mittel, Osteoporosemedikamente, Wachstumshormone sowie Schmerz- und Schlafmittel sind Präparate, die häufig illegal nachgemacht werden.
Angeboten werden diese Fälschungen vor allem über das Internet und gelangen so auch nach Deutschland – häufig als vermeintlich attraktive Angebote, zu einem ‚verdächtig‘ günstigen Preis.
Eine Gefahr für Ihre Gesundheit
Gefälschte Medikamente sind jedoch nicht nur illegal, sondern auch gefährlich: Sie stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Ihre Gesundheit dar – im schlimmsten Fall kann ihre Einnahme sogar lebensbedrohlich sein. Nicht selten enthalten die Medikamente zu viel, zu wenig oder einen ganz anderen Wirkstoff als das Originalpräparat. Dann können völlige Wirkungslosigkeit, gefährliche Überdosierungen oder Unverträglichkeiten gegen einige der – womöglich nicht zugelassenen – Wirkstoffe auftreten. Zudem sind Verunreinigungen aufgrund mangelhafter Herstellungsprozesse möglich. Solche Fremdstoffe im Medikament können schwere Nebenwirkungen auslösen.
Manchmal ist auch ‚lediglich‘ die Verpackung gefälscht – der Händler hat zum Beispiel eine Großpackung in mehrere – insgesamt teurer zu verkaufende – Einzelverpackungen aufgeteilt. Dennoch kann es dann gefährlich für Sie werden, denn auch eine unsachgemäße Lagerung (zum Beispiel durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen) beziehungsweise falsche oder fehlende Packungsbeilagen können die Wirkweise eines Präparats negativ beeinflussen. Mit gefälschten Arzneimitteln kaufen Sie also ‚die Katze im Sack‘ – im günstigsten Fall ohne negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
Gehen Sie auf Nummer sicher
Kaufen Sie deshalb Ihre Medikamente in der Apotheke vor Ort oder bei vertrauenswürdigen Anbietern. Wenn Anbieter mit Spam werben, kein Rezept für rezeptpflichtige Medikamente einfordern oder Ihnen ein Rezept per Post ‚ausstellen“, können Sie sich sicher sein, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt. Wie Sie seriöse Anbieter finden und erkennen können, erfahren Sie im Dokument „Vor Fälschungen schützen“
(724KB). Im Dokument „Fälschungen erkennen“
(1,4MB) erfahren Sie, wie Sie erkennen können, ob es sich bei Ihrem Medikament um ein Originalpräparat oder eine Fälschung handelt.
Wenn Sie Lust auf einen spannenden Kriminalfall zum Thema Arzneimittelfälschungen haben, dann besuchen Sie doch unsere Online-Fortbildung zu dem Thema




