Günther Brockmann
Seit mehr als 30 Jahren bin ich Diabetiker Typ 1. Das bedeutet, ich muss täglich Insulin spritzen. Es war für mich keine Frage, dass ich eines Tages als Diabetiker mit gesundheitlichen Folgen der Zuckerkrankheit rechnen müsste. Von möglicher Erblindung oder Gefäßverkalkung hatte ich gelesen. Über eines hatte ich immer schnell hinweg gelesen, dass eine Diabetes Erkrankung auch zu Erektionsstörung führen kann. Davon wollte ich nichts wissen. Als es mit meiner Frau im Bett nicht mehr so klappte - die Erektion ließ mich im Stich - mussten Stress, Ärger im Beruf und andere Ausflüchte als Erklärung für mein Versagen herhalten.
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Günther Brockmann
Meine Frau hörte sich dieses eine Weile an. Sie ist ein Mensch, der in Sachen Krankheit den Dingen generell auf den Grund geht. Meine Frau wusste also sehr genau, dass ich als Diabetiker nach einer so langen Krankheitsdauer Probleme mit der Erektion bekommen würde. Sie machte mir unmissverständlich klar, dass sie nicht auf unser früheres für beide Seiten zufriedenes Sexualleben verzichten möchte. Sie drängte unaufhörlich, doch endlich zu meinem Hausarzt zu gehen und ihn um Rat zu fragen, welche Möglichkeiten es gibt, als Diabetiker die Erektionsfähigkeit wiederzuerlangen. Ich dachte: “Sie hat ja gut reden. Ich muss das Peinliche sagen, dass ich keine Erektion mehr bekomme.“ Es hat noch etliche Zeit gedauert bis ich dann tatsächlich zu meinem Arzt gegangen bin, um mit der „Wahrheit“ herauszurücken. Hätte mir meine Frau nicht ständig in den Ohren gelegen, es hätte mit dem Gang zum Arzt noch wesentlich länger gedauert.
Der war überhaupt nicht überrascht, als er erfuhr, dass sein Diabetes-Patient Erektionsstörungen hat.
Er erklärte mir ausführlich, dass die Zuckerkrankheit zu Durchblutungsstörungen führen könnte, die auch die Schwellkörper im Penis erfassen. Er machte mir Mut. Er hatte sich als Arzt schon vor einiger Zeit schlau gemacht, dass es Tabletten gibt, die bei Erektionsstörungen erfolgreiche Resultate erzielt haben. Da er meinen allgemeinen Gesundheitszustand positiv einschätzt, bestehen aus medizinischer Sicht keine Bedenken, wenn ich die Mittel ausprobiere. Ich tat es und bin meinem Arzt heute dankbar, dass er mit seinem Rat mein Sexualleben wieder ins rechte Lot gebracht hat – so hat meine Frau zum Klagen keinen Grund mehr.



