Lydia Seyfang und Rudolf Resch
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Das hat mich wieder ein wenig ermutigt. Einige Wochen nach der Operation kam mein Partner in die Rehabilitation, wo ich ihn für zehn Tage besuchen konnte. Dort haben wir dann völlig ungeplant und zu unserer gegenseitigen Überraschung miteinander geschlafen. Da wusste ich, dass doch nicht alles vorbei war und habe mich ausführlich über das Thema Erektionsstörungen und entsprechende Therapiemöglichkeiten informiert. Der Urologe bestätigte uns, dass es wichtig ist, die Durchblutung im Penis durch Stimulanz zu trainieren. Aber mein Partner war oft nicht bereit dazu. Er hat meine Versuche abgeblockt und gesagt: „Das wird sowieso nichts mehr, such Dir einen Anderen.“ Da habe ich natürlich auch immer wieder resigniert. Es war ein ständiges Auf und Ab und wir haben sehr viel diskutiert in der Zeit. Andererseits ist mein Partner sehr sportlich und wir waren schon fünf Wochen nach der Operation beispielsweise wieder wandern. Da dachte ich mir, dass wir unsere Sexualität auch nicht im Stich lassen müssen.
Also habe ich ihn weiter ermuntert, und mit der Zeit wurde es auch immer besser.
Nach einigen Monaten sind wir zusammen nach Teneriffa in den Urlaub geflogen. Als wir abends nach einer anstrengenden Arbeitswoche im Hotel ankamen, haben wir in dieser Nacht zum ersten Mal ohne medikamentöse Unterstützung miteinander geschlafen.
Aus meiner Erfahrung des letzten Jahres kann ich anderen Frauen nur raten: Sprecht mit Euren Männern über das Thema Erektionsprobleme und glaubt an den Erfolg! Der offene Umgang miteinander und eine harmonische Beziehung sind für mich der wichtigste Schlüssel zur Lösung des Problems.



