Ehepaar Kerstin und Ralf Jung
Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es ratsam ist, mit der Partnerin zu sprechen und sich zu informieren, statt das Problem lange mit sich herumzutragen und sich selbst immer stärker unter Druck zu setzen.
![]() |
Kerstin Jung
Vor einiger Zeit stellte ich Veränderungen in unserem Liebesleben fest: Mein Mann war auf einmal so verkrampft und nervös. Ich wusste gar nicht, was los ist. Zwischenzeitlich dachte ich sogar, dass ich ihm vielleicht zu langweilig geworden bin. Auf meine Fragen sagte mein Mann nur, dass er heute halt mal nicht so richtig bei der Sache sei.
Das war dann aber eigentlich unter der Woche fast immer der Fall. Es kam dann auch immer öfter vor, dass es bei ihm gar nicht mehr klappte. Mit der Zeit weiteten sich die Probleme auf unseren Umgang miteinander aus. Wir konnten nicht mehr richtig entspannt miteinander um- und aufeinander zugehen. Am Wochenende oder wenn wir mal im Urlaub waren, war es aber ganz anders. Ralf war viel entspannter und hatte auch keine Erektionsprobleme. Da ich in einer Arztpraxis arbeite, habe ich irgendwann mal Informationsmaterialien mitgenommen. Es war uns dann schnell klar, dass Ralf aufgrund von psychischem Druck unter Erektionsstörungen litt. Neben dem beruflichen Stress kam sicherlich auch dazu, dass wir unser Liebesleben zeitlich nach der Anwesenheit unseres Sohnes richten mussten. Das alles hat die Situation natürlich nicht erleichtert. Wir haben es dann mit der Unterstützung von Tabletten probiert und das hat gut geklappt. Dadurch konnten wir uns selbst den Druck nehmen. Wir wissen, dass wir tollen Sex miteinander haben können – wenn wir die Ruhe dazu haben. Damit im Hinterkopf können wir die Sache viel entspannter angehen.
Durch meine Arbeit in der Arztpraxis weiß ich, dass viele auch durchaus jüngere Männer unter einer Erektionsstörung leiden. Doch zugeben würden es die wenigsten. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, die Aufklärungsinitiative zu unterstützen. Vielleicht können wir anderen damit einen Anstoß geben.



