Page ID:3519
Helden der Liebe
Aus Liebe zur Liebe.
 

Ehepaar Barbara und Fritz Baunoch

Die urologische Untersuchung bestätigte dann meine Vermutung, dass die Erektionsprobleme durch die Medikamente verursacht worden waren. Aber mein Arzt sagte, dass ich die Tabletten auf jeden Fall weiter einnehmen müsste. Nun wollten aber weder meine Frau noch ich auf unser Sexualleben verzichten. Sie meinte zwar, dass es nicht schlimm wäre, Hauptsache, wir hätten uns. Aber so ganz gestimmt hat das nicht. Wir haben von Anfang an miteinander über alles gesprochen. Das kann ich nur allen anderen Betroffenen empfehlen.

Der Urologe klärte uns dann über die damals zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten gegen erektile Dysfunktion auf. Die Spritze war nicht nur sehr teuer, sondern hatte auch viele andere Nachteile. Deshalb ließ ich mir eine Vakuumpumpe verschreiben. Tabletten gab es damals ja noch nicht. Mit der Pumpe kamen wir ganz gut zurecht. Ich brauchte sie auch nicht immer. Ein paar Jahre später kam die erste Tablette gegen Erektionsstörungen auf den Markt. Heute nutze ich je nach Situation mal Tabletten und mal die Vakuumpumpe. Voraussetzung bei allen Hilfsmitteln ist immer die innere Einstellung, der Kopf muss mitspielen und die Lust muss auf beiden Seiten da sein. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man mit der Partnerin spricht.

Ich habe in den langen Jahren als aktives Mitglied einer Stoma-Selbsthilfegruppe viele Gespräche mit Frauen und Männern zu diesem Thema geführt und kann nur sagen, dass über nichts soviel gelogen wird wie über Sexualität. Mir haben die Menschen unter vier Augen ihre Probleme berichtet, aber selbst innerhalb der Partnerschaften fehlt diese Offenheit häufig. Deshalb halte ich auch Aufklärungsinitiativen zu diesem Thema für wichtig.

Selbsttest

Erfahren Sie mehr über den Grad Ihrer erektilen Dysfunktion

Facharztsuche

Hier finden Sie einen Arzt in Ihrer Nähe