Birgit Trzaska
Ich war lange Zeit mit einem Mann verheiratet. Wir hatten eine schöne Zeit, teilten Lust und Zärtlichkeiten. Als dann die ersten Probleme im Bett auftraten, machte ich mir noch keine Gedanken. Das änderte sich, als mein Mann immer mehr auf Abstand ging.
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Birgit Trzaska
Mit meinem Mann erlebte ich eine wunderbare Zeit. Und als die ersten Probleme im Bett auftraten, habe ich mir noch nichts dabei gedacht. Das kann ja jedem mal passieren. Gesprochen haben wir nicht darüber. Doch es funktionierte immer häufiger nicht mehr. Nachdem dann mein damaliger Mann anfing, mir aus dem Weg zu gehen, machte ich mir ernsthafte Sorgen. Er vermied jede Zärtlichkeit, ging spät ins Bett, wenn ich schon schlief. Lange Zeit habe ich die Schuld bei mir gesucht. Doch sobald ich meinen Mann darauf ansprach, reagierte er sauer. Wir stritten in dieser Zeit immer mehr miteinander. Eines Tages erfuhr ich, dass er während eines Kuraufenthaltes versucht hatte, etwas mit einer anderen Frau anzufangen. Es kam zu einem ganz großen Krach. Immerhin fanden wir so endlich einen Weg, miteinander zu sprechen. Mein Mann gestand mir seine Erektionsprobleme und ich war total erleichtert - endlich verstand ich, warum die ganze Zeit nichts mehr lief und er sich so abweisend verhalten hatte. Er versprach mir, sich von einem Arzt untersuchen zu lassen.
Wir haben uns dann beide beraten lassen und uns für eine Tablette entschieden. Dieses Medikament half, die Erektionsstörungen in den Griff zu bekommen. Nach dem Seitensprung aber war unsere Ehe nicht mehr zu retten.
Damit andere Paare, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, nicht die gleichen schlimmen Erfahrungen machen müssen, fühle ich mich verpflichtet, von unserer Geschichte zu erzählen. Damit möchte ich anderen Betroffenen Mut machen. Eigentlich sollte es doch ganz normal sein, über das Thema erektile Dysfunktion zu sprechen, so wie über sexuelle Vorlieben oder Probleme in der Partnerschaft. Darum engagiere ich mich für die Initiative "Helden der Liebe".
Ich habe jetzt einen Partner gefunden, der diese Aktion und meine Initiative unterstützt. Wir können ganz problemlos über das Thema Erektionsstörungen sprechen. Auch er befürwortet es, lieber offen zu reden und ärztlichen Rat zu suchen als später vielleicht vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Deshalb rate ich allen betroffenen Männern: Geht zu einem Urologen und erzählt ihm Euer Problem! Traut Euch – für Eure Partnerschaft!



