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Helden der Liebe
Aus Liebe zur Liebe.
 

Dr. Peter Drozdzynski, Düsseldorf

Erektionsstörungen werden von Männern sehr unterschiedlich wahrgenommen. Gerade von jüngeren Männern wird das Erleben des eigenen Versagens im sexuellen Bereich als sehr dramatisch empfunden. Im fortgeschrittenen Alter werden die Störungen eher schon mal akzeptiert. Aber auch bei über 60-jährigen spielt eine erfüllte Sexualität eine immer größere Rolle und damit steigt auch die Bedeutung von Erektionsstörungen bei diesen Paaren. Für viele Männer stellen sie eine Erschütterung in ihrem Grundverständnis als Mann dar. Bis sie zu mir in die Praxis kommen, dauert es meist sehr lange. Nicht selten ist erst eine neue Beziehung der Auslöser dafür, dass das Problem nicht mehr hingenommen werden mag. Diese Männer berichten mir dann, dass die Erektionsstörungen der Grund für das Scheitern ihrer alten Beziehung gewesen sind. Der für die Initiative von Lilly gewählte Titel „Helden der Liebe“ ist aus meiner Sicht sehr treffend. Denn er verbindet den positiven Begriff des „Helden“ – also jemand der stark ist und für etwas Gutes eintritt – mit dem negativen Bild des Versagens. Die Teilnehmer zeigen eine große Stärke, indem sie eine Schwäche eingestehen. Ich halte die Aufklärung für wichtig, da das Thema nach wie vor tabuisiert wird. Erektionsstörungen bekommen eine immer größere Bedeutung, da erfüllte Sexualität auch im Alter selbstverständlich geworden ist. Gleichzeitig nehmen auch Volkskrankheiten wie Diabetes und Hypertonie zu, die Erektionsstörungen verursachen können.

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