Dr. Ludwig N. Baumgartner, München
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aufzusuchen: Es ist unabdingbar, dass der Mann urologisch wie auch internistisch untersucht und als gesund eingeschätzt wird, bevor ein medikamentöser Therapieansatz stattfinden kann.
Das Thema ED ist auch heute immer noch ein Tabuthema. Mit Erektionsschwäche assoziiert man Alter, Unattraktivität und mangelnde Leistungsfähigkeit - und das hat natürlich keiner gern. Bei den Männern ist ja die Erektionsfähigkeit von je her verbunden mit Stärke, Vitalität und Virilität, „echtem Mann-Sein“ eben, und von dieser Idealvorstellung können sich vor allem Männer ganz schlecht lösen.
Es kommt natürlich gut an, dass sich mit einem gut verträglichen Medikament hier gut helfen lässt, ohne die Männer gleich in Richtung Psycho-, also Sexual- oder Gesprächstherapie zu schieben, denn da wollen die in den meisten Fällen eben gar nicht hin. Männer sind ja in dieser Hinsicht oft ganz simpel strukturiert: „Bei einer Infektion nehme ich ein Antibiotikum, da hilft doch eine Tablette - und bei Erektionsstörungen eben auch.“ Und das funktioniert auch fast immer.
Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, an dieser Aufklärungsinitiative von Lilly mitzuwirken, und zwar aus folgendem Grund: In den Gesprächen mit meinen Patientinnen erlebe ich immer häufiger, dass Sexualstörungen viel häufiger vorkommen als zu vermuten war. Dass die Dunkelziffer dabei hoch ist, war klar; aber der ohnehin beträchtliche Leidensdruck nimmt weiter zu, und damit auch der Mut zur Öffnung - und durch eine derartige Initiative lässt sich wirklich gute Aufklärungsarbeit leisten, enorm viel bewegen und damit richtig viel Gutes letztlich für die Paare tun. Und das mit relativ wenig Aufwand. Man muss nur wissen, wie es geht!



