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Helden der Liebe
Aus Liebe zur Liebe.
 

Dr. Ludwig N. Baumgartner, München

In unserer Praxis ist das Thema „Erektionsstörungen“ durchaus präsent: Ein aufmerksamer Gynäkologe hat ja das gesamte Wohlergehen seiner Patientin im Auge und dazu braucht es bei aller Bedeutung einer sorgfältigen Untersuchung vor allem ausreichend Zeit zum offenen Gespräch; und in einem solchen Rahmen hat selbstverständlich auch die Frage nach dem Sexual­leben ihren Platz – die von den Frauen übrigens fast immer dankbar aufgenommen wird.

Wer sollte denn auch für die Frauen, die ein Defizit in ihrer Partner­schaft und ihrem Sexualerleben fühlen, einen besseren Gesprächspartner zu dieser Problematik abgeben als der Frauen­arzt ihres Vertrauens? Und wenn die Patientin sich auch nicht gleich beim ersten Termin öffnen kann, dann registriert sie doch sehr wohl, dass da ein fach- und sozialkompetenter Berater sich Zeit für ihre Anliegen nimmt, sich auf sie einlässt – und beim nächsten oder übernächsten Treffen kommt sie dann auch tatsächlich auf die Dinge zu sprechen, die ihre Sexualität beein­trächtigen; und dabei geht es eben nicht nur um Lustmangel oder Orgasmusprobleme dieser Frauen: Es geht ganz oft auch schlicht um den Partner, die Eigenarten seiner männlicher Sexualität – und vor allem die Erektionsstörung. In diesem Bereich sehen wir auch kaum Altersunterschiede oder Altersgrenzen: zwischen 25 und 75 betrifft das enorm viele Partnerschaften – das ist eben kein Problem nur der zweiten Lebenshälfte, wie man immer meint.

Immer öfter kommen auch die Männer gerne mit in die Praxis; für ein Gespräch mit dem Paar ist das auch sehr hilfreich – zur Untersuchung und damit Komplettierung der Information legen wir aber nahezu allen Partnern nahe, einen Allgemeinmediziner, Internisten oder am besten einen Urologen

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