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Helden der Liebe
Aus Liebe zur Liebe.
 

Dr. Horst Hohmuth, Ulm

Es ist eine traurige Wahrheit, dass sich nur 20 Prozent der Männer mit Erektionsstörungen behandeln lassen. Die Teilnehmer der Lilly Initiative „Helden der Liebe“ sind als Betroffene ein positives Beispiel dafür, dass Erektionsstörungen heute gut zu behandeln sind. Sie wollen Mut machen, das Thema anzusprechen und sich dem Problem zu stellen. Sie zeigen anderen Betroffenen, dass Hilfe möglich ist und das Leben wieder eine neue Qualität bekommen kann. Sexuelle Zufriedenheit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Wohlbefindens und unserer Gesundheit.

Unter Erektionsstörungen leiden nicht nur die betroffenen Männer, die häufig von Selbstzweifeln und Versagensängsten geplagt werden. Oft leiden auch die Partnerschaften darunter und zerbrechen daran nicht selten. Erektionsstörungen können zum anderen aber auch ein wichtiges bzw. frühes Alarmzeichen für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sein. Deshalb ist es wichtig, dass Urologen Erektionsstörungen nicht isoliert behandeln, sondern in Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten mögliche Gesundheitsrisiken aufdecken und den Patienten ganzheitlich behandeln.

Männer sind erzogen, hart gegen sich selbst zu sein. Gesundheitliche Störungen oder Beschwerden wie Atemnot oder leichte Brustschmerzen nehmen sie deshalb meist nicht ernst. Oft sind es erst Erektionsprobleme, die den Anstoß zu einem Arztbesuch geben. Wird das Thema vom Patienten nicht direkt angesprochen, sollten wir Ärzte nachfragen. Meiner Meinung nach sollte es Bestandteil jeder ärztlichen Kontrolluntersuchungen bei Männern ab 40 Jahren sein.

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