Dr. Heinz-Jürgen Notz, Düsseldorf
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Der Umgang mit dem Thema Erektionsstörungen hängt nach meiner Erfahrung stark vom Alter der Männer ab. Jüngere Männer gehen sehr offensiv mit dem Problem um. Wenn sie Veränderungen an ihrer Potenz feststellen, beobachten sie dies vielleicht eine kurze Zeit, gehen dann aber sehr bald entweder zum Hausarzt oder direkt zu einem Urologen. Bei den über 60-jährigen erlebe ich häufig, dass lange gewartet wird. Oft erfolgt der Arztbesuch erst auf Initiative der Partnerin, die dann auch mit in die Praxis kommt. Selbst in der Arztpraxis fällt es diesen Männern meist schwer, das Thema anzusprechen. Sie warten eher darauf, dass der Arzt sie danach fragt. In diesen Fällen sind besonderes Einfühlungsvermögen und sprachliche Sensibilität vom Arzt gefordert.
Das Thema Erektionsstörungen wird sicherlich schon allein aufgrund des demografischen Wandels immer bedeutsamer. Denn die Menschen wollen ihr Leben bis ins hohe Alter genießen. Als ich auf die Lilly-Initiative „Helden der Liebe“ angesprochen worden bin, habe ich mich spontan entschlossen, diese zu unterstützen. Ich finde die Initiative sehr sinnvoll, da sie das Thema an die Öffentlichkeit bringt – und zwar mit Menschen wie Du und ich statt mit durchgestylten Models. So sehen Betroffene, dass sie nicht allein mit ihrem Problem sind und dass man es angehen kann. Denn Erektionsstörungen sind gut behandelbar und müssen nicht verschwiegen werden.



